Codenames: Spielerezension von Susanne Franz

Spiel des Jahres 2016

Spiel des Jahres 2016

 

Spiel von Vlaada Chvátil, 2 bis 8 Personen ab 10 Jahren, Czech Games Edition

Zwei Geheimdienstchefs versuchen, durch Wort-Assoziationen ihren Teammitgliedern mitzuteilen, welche Agenten zur eigenen Organisation gehören. Es liegen 25 Begriffe aus, von denen 8 bzw. 9 Kärtchen (Startteam erhält den Doppelagenten) die jeweiligen Spione der roten oder blauen Mannschaft bezeichnen, der Rest sind Zuschauer und der grausame Attentäter!

Durch die Umschreibung mit einem Wort will der Geheimdienstchef seine Mitarbeiter informieren, wo ein oder mehrere Agenten seiner Agency stecken. Eine Matrix, die nur für ihn und den zweiten Boss einsehbar sein darf, kennzeichnet die roten und die blauen, die beigen (neutralen) und die schwarze (Attentäter)-Karte(n), die er umschreiben oder vermeiden muss.

Z.B. mit dem Wort „Körperteil“ kann der rote Teamleader die Begriffe „Mund“, „Haupt“ und „Auge“ meinen, hinter denen die roten Agenten stecken. Wichtig ist, dass die Umschreibung nur aus einem Wort besteht. Zusätzlich wird die Zahl angegeben, wie viele Kärtchen gemeint sind, in diesem Fall also „3“. Je mehr, umso besser.

Werden die richtigen Karten getippt, werden sie mit den roten Agenten belegt. Verhängnisvoll ist nur, wenn ein Begriff der Rivalen ebenfalls in Frage kommt, z.B. „Becken“, denn wenn eine Karte des blauen Teams geraten wird, wird ein gegnerischer Agent auf den fälschlicherweise bezeichneten Begriff gelegt und die Gegenseite ist am Zug und kann schneller ihre Spione entdecken und gewinnen. Wenn eine Karte eines unbeteiligten Passanten geraten wird, endet der Zug und die Gegner sind an der Reihe. Sollte man unglücklicherweise auf die Attentäter-Karte tippen, hat die jeweilige Mannschaft sofort verloren!

Spielbeurteilung: Beim Spielen hatten wir viel Spaß beim Ausdenken und dem Erraten der jeweiligen Begriffe. Dabei wurde klar, dass männliche und weibliche Gehirne unterschiedlich ticken und der Gärtner nicht immer der Täter sein muss, aber die Mutter durchaus der Attentäter sein kann!

Ein tolles Spiel, das in 15 bis 20 Minuten gespielt ist, und oft wird eine zweite Partie gefordert, bei der natürlich die anderen Mitspieler als Geheimdienstchefs ihr Können zeigen können. Einfach die Begriffskarten umdrehen und neues Spiel, neues Glück! Ein Spiel für Wortakrobaten mit Varianten für 2 und 3 Spieler.